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Dr. med. Constanze Mennel
Dr. med. Johanna Schubert

Häfnersgässchen 2
91126 Schwabach

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Öffnungszeiten:

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Die Kupferkette GyneFix®

 

Was ist die Kupferkette?GyneFix Modelldarstellung der Kupferkette zur Verhütung

Die Kupferkette (GyneFix®) ist eine Alternative zur Spirale. Sie besteht aus vier bzw. sechs kleinen Kupferzylindern, die an einem Nylonfaden aufgereiht sind. Am oberen Ende der Kette befindet sich ein kleiner Widerhaken mit einer Metallmarkierung, die in der Gebärmutterwand fixiert wird. Die Kette hängt frei in der Gebärmutter. Sie ist flexibel und passt sich der Gebärmutterform an. Durch die geringere Kontaktfläche treten im Vergleich zu den Kupferspiralen seltener starke und schmerzhafte Perioden auf. Die Kette gibt es in zwei Größen. Sie kann bis zu fünf Jahre in der Gebärmutter bleiben.

Wie sicher ist die Kupferkette?

Laut Angaben des Herstellers hat die Kupferkette eine niedrigere Versagerquote als andere, nicht hormonelle Verhütungsmittel, die ebenfalls in der Gebärmutter platziert werden.
Der Pearl-Index liegt zwischen 0,1 und 0,5.

Zum Vergleich: Bei der Kupferspirale beträgt er 0,9 und 3,0. Der Wert sagt aus, wie viele Frauen von 100 ungewollt schwanger werden, wenn sie diese Verhütungsmethode ein Jahr lang anwenden.

Aus eigener Erfahrung können aber auch bei korrekter Lage Schwangerschaften vorkommen.

Wie wirkt die Kupferkette?

Sie setzt kontinuierlich Kupferionen frei. Dadurch kommt es zu einer Reaktion der Gebärmutterschleimhaut – ähnlich  einer Entzündungsreaktion. Ein befruchtetes Ei kann sich unter diesen Bedingungen nicht in die Gebärmutterschleimhaut einnisten. Die Kupferionen beeinträchtigen außerdem die Befruchtungsfähigkeit der Spermien.

Wie wird die Kupferkette in die Gebärmutter eingebracht?

Am oberen Ende der GyneFix befindet sich ein Knoten mit einem kleinen Widerhaken, der wie ein Piercing in der Gebärmutterwand fixiert wird. Dieser Eingriff dauert nur wenige Minuten und ist normalerweise ohne Schmerzmittel problemlos auszuhalten. Die Einlage in die Gebärmutter erfolgt ganz am Ende der Regelblutung.

Die Kette kann aber auch nach einer Fehlgeburt oder einem Schwangerschaftsabbruch eingesetzt werden. Allerdings ist hier mit einem erhöhten Perforationsrisiko zu rechnen.

Welche Vorteile hat die Kupferkette?

  • Im Unterschied zur Spirale löst die Kupferkette kaum Blutungsstörungen aus – abgesehen von möglichen Schmierblutungen in den ersten Anwendungsmonaten.
    Vor allem bei jungen Frauen, die noch kein Kind geboren und eine kleine Gebärmutter haben ist die GyneFix auf Grund ihrer ganz weichen und sich jeder Bewegung anpassenden Form, geeignet.
  • Sie ist besonders bei Frauen, die schon mehrere Kinder geboren haben, sinnvoll, da der Gebärmutterhals nicht mehr so eng verschlossen ist.  Dadurch können Kupferspiralen nicht selten unbemerkt in den Gebärmutterhals abrutschen wodurch die Verhütung nicht mehr gegeben ist.
    Die GyneFix hängt dagegegen am oberen Ende der Gebärmutter fest. Die Sicherheit ist somit völlig unabhängig von der Weite des Gebärmutterhalses gegeben.

Risiken der Kupferkette

  • Gelegentlich rutscht die Kette aus der Gebärmutter heraus, dadurch besteht die Gefahr der ungewollten Schwangerschaft.
    Sollten Sie innerhalb der ersten 6 Monate die Kette verlieren, nehmen wir eine kostenlose Neueinlage vor.
  • Eine ungewollte Schwangerschaft kann trotz korrekter Lage in 0,1 - 0,5 Fällen (bezogen auf 100 Frauen nach 1 Jahr) vorkommen.
  • Verstärkte Periodenblutungen und Schmerzen.
  • Infektion und Entzündung von Gebärmutter und Eileitern. Dies kann durch die Verklebung der Eileiter zu Sterilität und erhöhtem Risiko für eine Eileiterschwangerschaft führen.
  • Beim Einsetzen kann es zu Kreislaufreaktionen mit Übelkeit, Blutdruckabfall und Bewusstlosigkeit kommen.
  • Zu tiefe Verankerung in der Gebärmutterwand, sodass das Ende der GyneFix auf der Aussenfläche der Gebärmutter sitzt. Sehr selten kann es auch zu einer Durchstossung der Gebärmutterwand mit Platzierung der GyneFix in der freien Bauchhöhle bzw. zur Verletzung innerer Organe (Darm, Blase etc.) kommen. In diesem Fall muss durch eine Operation in Narkose die Kupferkette wieder entfernt werden.

Nach der Einlage der Kupferkette sollten Sie

  • 1 Woche keine Tampons verwenden
  • 1 Woche keinen Verkehr haben
  • 1 Woche in kein Schwimmbad gehen
  • 1 Woche keine durchblutungsfördernde Maßnahmen (Wärmflasche, heißes Wannenbad) vornehmen
  • bis zur 1. Kontrolluntersuchung Verwendung von Kondom
  • nach 6 Wochen eine kostenlose Kontrolle mittels Ultraschall in unserer Praxis vornehmen lassen – oder bei Ihrem Frauenarzt gegen eine Ultraschallgebühr
  • alle 6 Monate eine Lagekontrolle der Kupferkette mittels Ultraschall vornehmen lassen (gebührenpflichtig).

Für wen ist die Kupferkette geeignet?

Die Kupferkette ist für fast alle Frauen geeignet – auch für junge Frauen, die noch keine Kinder geboren haben.

Sie ist vor allem eine gute Alternative zur Pille für Frauen, die keine Hormone einnehmen wollen oder dürfen.

Sie eignet sich auch zur Notfallverhütung nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr.

Für wen ist die Kupferkette nicht geeignet?

Keine Kette anwenden sollten Frauen, die

  • angeborene Fehlbildungen oder eine sehr kleine Gebärmutter und dünne Gebärmutterwand haben.
  • in der Vergangenheit eine Eileiterentzündung hatten.
  • eine Kupferallergie haben – hier ist die Anwendung von vornherein ausgeschlossen.

Wie ist der Ablauf bei Planung einer Kupferkette?

  • Termin für Aufklärungsgespräch mit Ultraschallvermessung der Gebärmutter, ggf. mit zytologischem Abstrich, falls der letzte älter als 6 Monate ist.
  • Zweiter Termin zum Einsetzen der GyneFix, idealer Zeitpunkt letzter Tag der Periode, ggf. 1 Tag später.